
eBay Gebühren 2026: Was Händler über die neuen Kosten wissen müssen

eBay hat die Gebühren erhöht — das ändert sich ab Februar 2026
Am 12. Februar 2026 hat eBay Deutschland die Gebührenstruktur für gewerbliche Verkäufer angepasst. Die Fixgebühr pro Bestellung steigt von €0,35 auf €0,45. Die Provision oberhalb des Grenzwerts springt von 2% auf 3%. Und in zahlreichen Kategorien klettert die Basisprovision von 11% auf 12%. Diese Änderungen gelten für neue und bestehende Angebote.
Für dich als Händler bedeutet das: deine Margen schrumpfen, wenn du nicht gegensteuerst. Dieser Artikel schlüsselt die komplette Gebührenstruktur auf, zeigt dir wo die größten Kostenfallen liegen, und wie du deine Preisstrategie anpassen kannst.
Die Gebührenstruktur für gewerbliche Verkäufer im Detail
Verkaufsprovision: Das gestaffelte Modell
eBay arbeitet mit einem gestaffelten Provisionsmodell. Bis zu einem Grenzwert zahlst du den vollen Provisionssatz. Darüber sinkt er deutlich.
Standard-Provision (die meisten Kategorien): 11% auf den Gesamtbetrag bis €990, danach 2% auf jeden Euro darüber. Seit Februar 2026 liegt der Satz über dem Grenzwert bei 3% statt 2%.
Erhöhte Provision (ab Februar 2026): In mehreren Kategorien ist die Basisprovision von 11% auf 12% gestiegen. Betroffen sind unter anderem: Babyartikel, Haustierbedarf, Filme und Serien, Musik, Tickets, PC- und Videospiele, Feinschmecker, Bastel- und Kunstbedarf sowie Business und Industrie.
Reduzierte Provision (Elektronik): Computer, Tablets und Netzwerk-Produkte haben Sondersätze. Mit eBay-Shop zahlst du 6,5% bis €500 und 3% darüber. Ohne Shop gilt der 6,5%-Satz bis €990, darüber 3%.
Fixgebühr pro Bestellung
Zusätzlich zur prozentualen Provision fällt eine fixe Gebühr pro Bestellung an. Seit dem 12. Februar 2026 beträgt diese €0,45 für Bestellungen über €10. Vorher waren es €0,35. Das klingt nach wenig — aber bei 500 Bestellungen im Monat sind das €50 Mehrkosten.
Rechenbeispiel: Was bleibt übrig?
Ein Produkt verkauft sich für €79,90 inkl. Versand in einer Standardkategorie.
Provision: 11% von €79,90 = €8,79
Fixgebühr: €0,45
Gesamtgebühr: €9,24 (11,6% des Verkaufspreises)
In einer der Kategorien mit erhöhter Provision (12%) wären es €10,04 — also 12,6% des Verkaufspreises. Bei einem Produkt für €2.500 greift die Staffelung: 11% auf die ersten €990 (= €108,90) plus 3% auf die restlichen €1.510 (= €45,30) plus €0,45 Fixgebühr. Gesamtgebühr: €154,65 (6,2%).
eBay-Shop-Abonnements: Wann sich welches Modell lohnt
Basis-Shop: €39,95 pro Monat
Der Basis-Shop eignet sich für Händler mit 50 bis 500 Artikeln. Du bekommst eine festgelegte Anzahl kostenloser Angebote pro Monat und in einigen Kategorien leicht reduzierte Provisionssätze. Außerdem erhältst du einen eigenen eBay-Shopnamen mit individueller URL.
Premium-Shop: €299,95 pro Monat
Der Premium-Shop richtet sich an professionelle Händler mit großem Sortiment. Du bekommst unbegrenzte kostenlose Angebote und die niedrigsten verfügbaren Provisionssätze. Bei Elektronik-Artikeln sinkt der Grenzwert für den reduzierten Satz auf €500 (mit Shop) statt €990 (ohne Shop). Das macht bei hochpreisigen Produkten einen erheblichen Unterschied.
Wann lohnt sich ein Shop?
Der Break-even für den Basis-Shop liegt bei etwa 40-60 Einstellungen pro Monat, abhängig von deiner Kategorie. Wenn du regelmäßig mehr als 50 Artikel listest, sparst du die Angebotsgebühren und profitierst von den reduzierten Provisionen. Unter 30 Artikeln im Monat ist der Shop-Abo selten wirtschaftlich.
Privatverkäufer vs. gewerbliche Verkäufer
Seit März 2023 verkaufen private Verkäufer auf eBay Deutschland komplett kostenlos — keine Einstellgebühren, keine Provision (laut heise.de). Das gilt für Verkäufe innerhalb Deutschlands. Für internationale Verkäufe fallen weiterhin Gebühren an.
Als gewerblicher Verkäufer hast du diese Option nicht. Du zahlst die volle Gebührenstruktur. Allerdings bekommst du dafür Zugang zu professionellen Tools, Mengenrabatten, und die Möglichkeit, dein Sortiment systematisch über den eBay-Shop zu vermarkten.
eBay im Vergleich: Wie stehen die Gebühren da?
Die eBay-Gebühren bewegen sich im Mittelfeld der deutschen Marktplätze.
eBay: 11-12% Provision + €0,45 Fixgebühr, keine Grundgebühr (ohne Shop)
Amazon: 7-15% Provision (je nach Kategorie) + €0,99 pro Artikel (ohne Professional) oder €39,99/Monat (Professional). Dazu FBA-Gebühren bei Nutzung von Fulfillment by Amazon.
Otto: 15-20% Provision, keine monatliche Grundgebühr. Höhere Provision, aber Zugang zu einer kaufkräftigen Zielgruppe mit 12 Millionen aktiven Kunden.
Kaufland: 6,5-12,5% Provision (je nach Kategorie), keine Grundgebühr. Oft günstiger als eBay bei Standardkategorien.
eBay hat einen Vorteil bei hochpreisigen Artikeln durch die gestaffelte Provision. Ab €990 sinkt der effektive Gebührensatz deutlich. Bei einem Artikel für €3.000 zahlst du effektiv nur noch 5-6% statt der vollen 11-12%.
So minimierst du deine eBay-Kosten
Preisstrategie anpassen
Kalkuliere die Gebührenerhöhung in deine Verkaufspreise ein. Bei einem Artikel für €50 in einer 12%-Kategorie sind das €6,45 Gebühren statt vorher €5,85. Die Differenz von €0,60 pro Verkauf summiert sich bei hohen Stückzahlen.
Kategorien prüfen
Nicht alle Kategorien sind gleich teuer. Elektronik-Artikel haben mit 6,5% deutlich günstigere Sätze als der Standard. Prüfe, ob deine Produkte korrekt eingeordnet sind. Eine falsche Kategorisierung kann dich mehrere Prozentpunkte kosten.
Shop-Abo evaluieren
Rechne durch, ob ein Basis-Shop (€39,95/Monat) oder Premium-Shop (€299,95/Monat) deine Gesamtkosten senkt. Die reduzierten Provisionen und kostenlosen Angebote können die Abo-Kosten schnell übersteigen.
Multichannel statt Monochannel
Setze nicht alles auf einen Marktplatz. Kaufland bietet in vielen Kategorien günstigere Provisionen als eBay. Otto erreicht eine andere Zielgruppe. Amazon hat die größte Reichweite. Die Kombination mehrerer Kanäle reduziert dein Risiko bei Gebührenerhöhungen einzelner Plattformen.
Hello Pine: Multichannel-Vertrieb ohne den Verwaltungsaufwand
Wenn du neben eBay auch auf Otto, Kaufland, Amazon oder Avocadostore verkaufen willst, wird die Verwaltung schnell zum Vollzeitjob. Produkte manuell auf jedem Marktplatz listen, Bestände abgleichen, Bestellungen aus fünf verschiedenen Dashboards ziehen — das skaliert nicht.
Hello Pine verbindet dein Shop-System (Shopify, Shopware oder WooCommerce) mit allen relevanten Marktplätzen. Bestände synchronisieren sich in Echtzeit. Bestellungen fließen automatisch in dein System. Produktdaten werden einmal gepflegt und an die Anforderungen jedes Marktplatzes angepasst. So kannst du auf Gebührenerhöhungen bei eBay reagieren, indem du dein Sortiment auf günstigere Kanäle erweiterst — ohne zusätzlichen Arbeitsaufwand.
Fazit: eBay wird teurer, aber bleibt relevant
Die Gebührenerhöhung vom Februar 2026 trifft besonders Händler in den betroffenen Kategorien (Babyartikel, Haustierbedarf, Medien, Gaming). Für Elektronik-Händler bleiben die Sätze mit 6,5% attraktiv. Und bei hochpreisigen Artikeln über €990 ist eBay dank der gestaffelten Provision immer noch günstiger als die meisten Alternativen.
Dein nächster Schritt: Exportiere deine eBay-Verkaufsdaten der letzten 3 Monate. Berechne die tatsächliche Gebührenbelastung pro Kategorie mit den neuen Sätzen. Identifiziere die 10 Produkte mit der höchsten absoluten Gebührenbelastung — dort ist das Optimierungspotenzial am größten. Und prüfe, ob Kaufland oder Otto für diese Produkte günstiger wären.
Mehr Umsatz auf Marktplätzen, ohne den extra Aufwand.
Hier findest du deine Antwort
Gewerbliche Verkäufer zahlen 11% Provision (bis €990), 2-3% darüber, plus €0,45 Fixgebühr pro Bestellung.
Ab Februar 2026 steigt die Fixgebühr auf €0,45, die Provision über dem Grenzwert auf 3%.
Ja. Seit März 2023 zahlen private Verkäufer in Deutschland keine Gebühren.
Ab ca. 50 Artikeln pro Monat lohnt sich der Basis-Shop (€39,95/Monat).
Elektronik hat reduzierte Sätze: 6,5% bis €500 (mit Shop), darüber 3%.
Hello Pine synchronisiert Produkte und Bestände zwischen deinem Shop und eBay in Echtzeit.


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